29.06.2010

Die Gesetzlichen Kassen sind am Limit

Welche Zusatzversicherungen Kassenpatienten heute wirklich brauchen

Aus Angst vorm Zusammenbruch der gesetzlichen Krankenkassen schließen immer mehr Menschen in Deutschland private Zusatzversicherungen ab. Doch welche Zusatzleistungen sind sinnvoll, welche sind überflüssig? „Letztendlich sind nur zwei Zusatzversicherungen wirklich wichtig“, weiß Oliver Mell, Geschäftsführer des Vergleichsportals www.geld.de. „An einer Zahnersatzversicherung komme heutzutage niemand mehr vorbei, weil es ohne richtig teuer werden kann. Schnell kommen Kosten im fünfstelligen Bereich zustande“. Die Spanne der monatlichen Beiträge bewegt sich dagegen hier zwischen 5 und 25 Euro. Und nach wie vor gilt: Je früher man mit der Versicherung anfängt, desto preisgünstiger wird das Ganze.  Nicht zu unterschätzen ist auch das Krankentagegeld. „Solch eine Zusatzversicherung sollte jeder Arbeitnehmer haben“, meint Mell. Denn wer länger als sechs Wochen krank ist, bekommt von seiner gesetzlichen Krankenkasse maximal 90 Prozent seines Nettogehaltes. Von diesem ohnehin schon niedrigeren Einkommen werden weitere 12,5 Prozent Sozialversicherungsbeiträge abgezogen, so daß manche Haushalte finanziell in Trudeln kommen können. Mit einer ergänzenden Krankentagegeldversicherung (kostet um die vier Euro im Monat) können diese Einkommensverluste ausgeglichen werden. 

Noch ein Tipp: Im Trend ist derzeit sanfte beziehungsweise alternative Medizin. Dafür zahlen die gesetzlichen Kassen keinen Cent. Wer zum Heilpraktiker geht, kann mit einer ambulanten Zusatzversicherung Geld sparen.   







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