01.07.2010

Bade-Studie: Deutsche Frauen immer knapper – Männer immer schlapper / Badekleidung Spiegel des Bildungsgrades

Onlinereisebüro ab-in-den-urlaub.de und Institut TNS Emnid wollten es genau wissen…

Der Sommer hat Deutschland fest im Griff. Am Wochenende werden Temperaturen von bis zu 37 Grad erwartet. Millionen zieht es ans Wasser. Aber wer zeigt am Strand oder im Freibad mehr von seiner Haut? Männer oder Frauen? Wer hüllt seinen Körper lieber in sexy Bademode ein? Der Facharbeiter oder der Student? Das Reiseportal www.ab-in-den-urlaub.de hat in einer repräsentativen Umfrage (durchgeführt vom Institut TNSEmnid) Erstaunliches herausgefunden. Während sich junge Frauen gerne freizügig zeigen, haben die Herren der Schöpfung wohl eher Probleme damit. Von 1.005 Befragten bevorzugen über die Hälfte der Frauen unter 40 Jahren einen Bikini (51 Prozent), nur 12 Prozent entscheiden sich für einen Badeanzug. Die unter 40-jährigen Männer hingegen sind im Vergleich dazu eher prüde. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) versteckt  Beine, Po und Co in weiten, knielangen Badeshorts.

Dass Deutschland immer bunter wird, spiegelt sich gerade in der Bademode besonders gut wieder. Denn: Die Zeiten, in denen nur mit Bikini oder Badehose am Strand flaniert wurde, sind längst vorbei. So tragen immer mehr Frauen einen Tankini, also ein Hemdchen mit Badehose (9 Prozent). Auch der Pareo, ein Hüfttuch, ist diesen Sommer ganz groß angesagt. Frauen mögen diese Modeerscheinung besonders deshalb, weil der  Pareo sowohl zum Bikini als auch zum Badeanzug passt, ein paar Pfunde kaschiert, und zudem recht flott aussieht. Unter jungen Frauen immer beliebter sind auch Badeshorts, welche mit einem Bikini-Top kombiniert werden. Jede 10. junge Frau unter 40 geht mittlerweile so zum Strand oder ins Freibad. Den Shorts-Trend hat sich das weibliche Geschlecht übrigens von den Männern abgeschaut. Immer mehr Verbreitung findet in Deutschland auch der Burkini – die Burka für den Strand. Schon ein Prozent der Frauen in der Republik gehen damit schwimmen. Vor allem bei Anhängerinnen einer strikten Auslegung des islamischen Glaubens dürfte der Burkini gut ankommen. Als Eldorado für den Burkini gilt der Studie folgend übrigens Nordrhein-Westfalen.

Fest steht für die Mehrzahl der jungen Frauen: Immer knapper ist total in. Dies gilt bei Männern überhaupt nicht. Hier heißt es: Je schlabbriger, desto besser. 51 Prozent der jüngeren Männer zwischen 14 und 39 Jahren tragen mittlerweile Surfer Shorts – und zwar knielang. Zählt man noch die nicht-knielangen Badeshorts hinzu, sind mittlerweile 75 Prozent aller Männer an deutschen Stränden in Shorts unterwegs. Da fragt man sich: Wann geht das ach so starke Geschlecht mit ganz langen Hosen ins Wasser? Die „Krone der Schöpfung“ scheint sich wohl für ihre Figur zu schämen.

Dennoch gibt es auch die Kehrseite der Bade-Medaille: Je älter und welker die Männer, desto enger die Badehose. Auch das stellt die neue Studie fest. So bevorzugt jeder 2. Mann in Deutschland über 50 eine enge Slip-Badehose, enge Boxer-Badehose oder einen Jammer (Radlerhose). Aber: Nur jeder 7. Mann unter 40 zeigt sich so am Strand. Erstaunlich: Reifere Frauen verhalten sich komplett anders. Bei ihnen kippt ab dem 40. Lebensjahr rapide die Lust sich freizügiger am Strand oder im Schwimmbad zu zeigen: Nur 28 Prozent der 40 bis 49-Jährigen wagen sich in dieser Altersgruppe in einem Bikini unter die badenden Herren. Unter den jüngeren Damen waren es noch 51 Prozent!

Die Freizügigkeit des Alters zeigt sich bei den älteren Herren auch im FKK-Bereich, wenngleich dies nicht immer für jeden Strandbesucher als angenehm empfunden wird. Während von den jüngeren Männern bis 39 Jahren gerade einmal 4 Prozent an den FKK-Strand gehen, und lediglich zwei Prozent der Frauen bis 39 Jahren, zieht es fast jeden 11. Mann über 50 an den Nackerten-Badeabschnitt, aber nur jede 50. Frau in diesem Alter. Gewaltige Unterschiede gibt es beim Nacktbaden übrigens zwischen Ost- und Westdeutschland. Immerhin 15 Prozent der ostdeutschen Männer baden gerne nackt, aber nur 5 Prozent der westdeutschen. Kaum Unterschiede gibt es hingegen bei den Frauen: Gerade einmal 4 Prozent der ostdeutschen Frauen stürzen sich nackt in die Fluten. „Dennoch lässt sich sagen, dass es kein Gerücht ist, dass viele Ostdeutsche insgesamt etwas unverklemmter sind, als Westdeutsche“, so Ralph Michaelsen von ab-in-den-urlaub.de.

Freizügiger mit Abitur
Interessant ist auch, dass sogar die Schulbildung Einfluss auf die Auswahl der Badesachen hat: Während 37 Prozent der Frauen mit einem höheren Schulabschluss am Strand im Bikini auflaufen, tun dies nur 20 Prozent der Frauen mit einem geringeren Bildungsgrad (Haupt- oder Realschule). Bei den Männern gibt es ebenfalls Unterschiede in der Bademodenauswahl. So tragen beispielsweise 75 Prozent der Hauptschüler ohne Lehre Badeshorts, aber nur 50 Prozent der Abiturienten oder Akademiker. Noch deutlicher ist der Unterschied, schaut man sich beispielsweise die Altersgruppe der 14 bis 29-Jährigen an. Hier tragen 67 Prozent der Männer mit einem Hauptschulabschluss ohne Lehre Shorts, aber nur 38 Prozent der Männer mit Abitur oder Studium.

Bayerische Frauen sind am wenigsten konservativ in der Kleidung
Am wenigstens konservativ in der Badekleidung sind übrigens die Frauen in Bayern. Nur 32 Prozent tragen dort quer durch alle Altersgruppen einen Badeanzug, gefolgt von Thüringen und Sachsen mit 34 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 45 Prozent. Ebenfalls in Bayern tragen die meisten Frauen einen Bikini – 37 Prozent. Die wenigste Haut mögen übrigens die Frauen in Nordrhein-Westfalen zeigen – dort schlüpfen nur 15 Prozent der Frauen in einen Bikini.


Über ab-in-den-urlaub.de
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